Widerspruch Schwerbehinderung

Aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls sind Sie beeinträchtigt. Sie haben einen Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderung beim Versorgungsamt gestellt, damit diese Beeinträchtigungen anerkannt werden. Doch Ihr Antrag wurde abgelehnt oder der festgestellte GdB erscheint Ihnen zu niedrig?

Was kann ich tun? Legen Sie Widerspruch ein!

Muss eine Frist bei einem Widerspruch eingehalten werden?

Für Ihren Widerspruch haben Sie vier Wochen Zeit. Die Frist beginnt, wenn Sie den Bescheid erhalten haben. Ab diesem Tag, muss Ihr Einspruch innerhalb von vier Wochen beim Versorgungsamt eingegangen sein. Wichtig ist, dass diese Frist unbedingt eingehalten wird.

Wird der Einwand zu spät beim Versorgungsamt abgegeben, muss er Aufgrund der verspäteten Abgabe zurückgewiesen werden. Die Widerspruchsfrist und die Adresse, an den Sie den Widerspruch schicken müssen, sind in der Rechtsbehelfsbelehrung am Ende des Bescheids angegeben.

Für den Widerspruch gibt es kein eigenes Formular, sondern Sie setzten ein eigenes Schreiben auf in dem Sie ihren Widerspruch begründen.

Was bewirkt ein Widerspruch?/ Welche Auswirkung hat ein Widerspruch?

Der Widerspruch bewirkt, dass durch das Versorgungsamt der Vorgang erneut sorgfältig geprüft wird. Teilweise holt das Versorgungsamt dazu erneut Stellungnahmen von Ihren Ärzten ein, oder fordert von Ihnen bestimmte Unterlagen an. Manchmal veranlasst es auch eine Untersuchung durch den versorgungsärztlichen Dienst oder einem externen Gutachter. Wurde durch das Versorgungsamt die Prüfung abgeschlossen und es liegt eine Entscheidung über Ihren Einwand vor, ergeht ein neuer Bescheid. Bei diesem Bescheid kann es sich um folgende Entscheide handeln:

  • Abhilfebescheid: Sie erhalten einen Abhilfebescheid, wenn Ihnen das Versorgungsamt Recht gibt und Ihren Einwand in allen Punkten für begründet hält.
  • Teilabhilfebescheid: Bekommen Sie durch das Versorgungsamt nur teilweise Recht, ergeht ein Teilabhilfebescheid.

  • Widerspruchsbescheid: Sollte das Versorgungsamt bei der Überprüfung zu keinem anderen Ergebnis gekommen sein, und bestätigt auch die Widerspruchsstelle diese Entscheidung, wird Ihr Widerspruch zurückgewiesen. Sie erhalten daraufhin vom Versorgungsamt einen Widerspruchsbescheid, in dem die Entscheidung begründet wird.

Sind Sie nicht überzeugt von dieser Begründung, können Sie beim Sozialgericht Klage gegen den Widerspruchsbescheid einreichen.

Artikel vom 11.10.2019